Sind Gebäudeversicherungen wirklich wichtig?

Die Festkosten, die der Besitz eines Hauses oder einer Geschäftsimmobilie jährlich verursachen, sind ohnehin hierzulande alles andere als gering – und manch einer ist dabei versucht, wenigstens an Dingen wie der Gebäudeversicherung ein paar Euros einzusparen

um die Gesamtkosten zu senken. Das kann sich aber durchaus als schwerer Fehler erweisen – im Schadensfall, und der kann jeden jederzeit treffen – steht man dann plötzlich hohen Kosten gegenüber, die nicht durch Gebäudeversicherungen gedeckt sind, und die das bisschen Prämie, das man jährlich eingespart hat, plötzlich um das Hundertfache übertreffen. Dann ist guter Rat teuer, weil der Schaden schon angerichtet. Besser also, so ein Szenario gleich gar nicht heraufzubeschwören.

Versicherungen sehen manchmal wie nicht sehr lohnenswerte Investitionen aus – aber das sind sie nicht
Als Kinder hat man uns beigebracht, nicht in „wenn-dann“-Kategorien zu denken, sondern uns an die gerade gegebenen Realitäten zu halten. Bei Versicherungen sieht das allerdings etwas anders aus: Das Risiko, dem unser Gebäude ausgesetzt ist, ist durchaus sehr real. Stürme, Leitungswasserschäden, Brände und Ähnliches passieren tatsächlich so häufig, dass dieses Risiko eines ist, mit dem man wirklich kalkulieren muss. Gut – bis jetzt ist noch nichts passiert – wer aber sagt, dass das nicht morgen schon anders sein kann?
Vielen Menschen fällt es schwer, dieses Risiko als real zu sehen – und deshalb schrauben sie die Vorsorge dagegen auf ein kaum mehr vertretbares Mindestmaß herunter. Das ist allerdings höchst unverantwortlich – und auch realitätsblind. Bei einer massiven Unterversicherung des Gebäudes riskiert man sogar, dass die Versicherung im Schadensfall gar nichts zahlt – dann steht man mit einem im schlimmsten Fall völlig kaputten Haus da, und muss für die Kosten der Sanierung oder gar des Wiederaufbaus vollständig aus eigener Tasche aufkommen. Von solchen Dingen ist man am schnellsten geheilt, wenn man sich einmal die Kosten für die Wiederinstandsetzung nach nur einem kleinen Sturm- oder Wasserschaden ansieht, und sich überlegt, wo man diese Summe morgen auftreiben würde. Für die meisten Menschen würden auch die kleinsten Elementarschäden schon ein finanzielles Desaster bedeuten, wenn sie die Kosten für die Reparaturen selber tragen müssten.
Das sollte man dabei immer im Auge haben, wenn man sich mit dem Gedanken trägt, ausgerechnet an seiner Gebäudeversicherung zu sparen. Mit ausreichendem Versicherungsschutz kann man sicher ruhiger schlafen – und sein Geld lieber für die Verschönerung seines Hauses ausgeben, anstatt es für eventuelle auftretende Katastrophen zurücklegen zu müssen. Das ist es ganz einfach nicht wert, denn dafür gibt es Versicherungen.