Institut überprüft Deutschunterricht auf
Sprachbarrieren
Die Forschung bringt immer wieder Kuriositäten und Besonderheiten an den Tag. Auch in der
Sprachforschung ist man sich noch längst nicht in allen Bereichen im Klaren, warum die Dinge so sind, wie sie sind.
Zuweilen kommt es bei den Forschungsteams zur ganz speziellen Zusammenarbeit. So hat sich jüngst ein Institut für
Familienforschung und Genealogie mit Sprachwissenschaftlern zusammen getan. Die beiden Gruppen überprüfen nun bei
einem Deutschunterricht der Sprachkurse in Zürich die höheren Zusammenhänge der genetisch
bedingten Entwicklung der Menschen im Zusammenspiel mit der Evolution in der Sprache. Dabei interessierte das
Team, ob in den vergangenen Jahrtausend natürliche Sprachbarrieren entstanden sind. Die Frage die im Raum steht,
ist simpel und manch einer hat sie sich bestimmt schon gestellt, wenn er einem Amerikaner zugehört hat, der
versucht, sich auf deutsch auszudrücken. Sind gewisse Laute und Mundbewegungen für Amerikaner gar nicht möglich?
Auch innerhalb der angelsächsischen Sprache sind markante Unterschiede festzustellen, welche vor allem die
Familienforschung und Genealogie interessieren. Warum schaffen es Briten nicht, den amerikanischen Slang
nachzuahmen und warum tun sich Amerikaner so schwer, die deutliche Aussprache zu beherrschen, wie es die
Engländer tun? Eine der evaluierten Thesen ist, dass die Mundbewegungen, die Art sich auszudrücken, sich mit der
Zeit in den Genen festgeschrieben hat. Wer nie ein ä, ö oder ü braucht, entwöhnt sein Sprachzentrum und
beeinflusst damit seine Nachkommen. Die Theorie die es zu beweisen gilt besagt, dass dies nicht nur durch
Weitergabe der Sprache geschieht, sonder genetisch bedingt sein könnte. Selbst ein Besuch im Deutschunterricht
nütze dabei nichts. Es ist Engländern schlicht nicht möglich deutsche Umlaute widerzugeben.
Nun, das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen von Sprachwissenschaftlern und Vertretern
von Familienforschung und Genealogie liegt noch nicht vor. Dennoch wird das Thema Sprachbarrieren auch in
Sprachkurse aufgenommen, wo darüber rege diskutiert wird. Einer Befragung zufolge, haben
immerhin drei Viertel der Teilnehmer schon mal etwas von Familienforschung und Genealogie in Zusammenhang mit
Sprachbarrieren gehört. Eine Vielzahl davon ist der festen Überzeugung, dass Gewöhnungen an den Sprachgebrauch
in den Genen registriert werden. Einige Schüler im befragten Deutschunterricht könnten sich sogar vorstellen,
dass es dereinst möglich sein wird, dem Menschen diese Bewegungen der Mundwinkel und der Zunge durch
Genmanipulation wieder beizubringen. Heute jedenfalls stellen ausnahmslos alle Schüler und auch deren Lehrer
fest, dass alle ausländischen Teilnehmer in Sprachkurse immer einen Akzent behalten werden. Ob dieser genetisch
bedingt ist, darüber ist sich ein kleinerer Teil der Klasse nicht sicher. Sie glauben eher, dass der Mensch
schlicht ein Gewohnheitstier ist und einfach zu faul wurde, neue Arten des Sprechens lernen zu wollen.
Sprachkurse können zwar helfen Defizite aufzuholen, aber der Wille, die neue Sprache mit all ihren Facetten
anzunehmen, muss schon von jedem Teilnehmer einzeln kommen.
Ein Team aus Familienforschung und Genealogie, sowie Sprachforscher aus aller Welt, haben
sich der Thematik angenommen, ob die Sprache sich in den Genen festschreibt, oder ob gewisse Mundbewegungen selbst
im Deutschunterricht der Sprachkurse nicht mehr antrainiert werden kann. Das Ergebnis über die Art der
Sprachbarrieren wird mit Spannung erwartet.
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