SGFF / SSEG / SGS /USSF Schweizerische Gesellschaft für Familienforschung SGFF
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ZeitschriftenrundschauZeitschriftenrundschau
In diesem Teil des Archivs sind Hinweise aus verschiedenen Zeitschriften enthalten. Hier wird weniger auf das eigentliche Werk, als vielmehr auf dessen Inhalt aufmerksam gemacht.



200020012002200320042005
Adler
Archiv für Familiengeschichtsforschung
Blättern des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde
Computergenealogie
Familienforschung in Mitteldeutschland
Genealogie
Genealogisch Heraldischen Gesellschaft Bern
Herold
Hugenotten
Ostdeutsche Familienkunde
Pfälzisch-Rheinischen Familienkunde
Schürch-Geschichten
Zeitschrift für Jüdische Familienforschung
Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde
Zeitschrift für Zivilstandswesen



Im Adler, Heft 3, Juli/September 2001, stellt Heinz Schöny Österreichische Komponisten vor, über die genealogische Studien, zum Teil mit Ahnenlisten publiziert wurden.

Von 24 Komponisten, unter anderen Bruckner, Haydn, Liszt, Mozart, Schubert und Strauss, werden die Publikationen mit Angabe der Zeitschriften (Adler, Genealogie etc.) mit Jahrgang und Nummer genannt.
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Archiv für FamiliengeschichtsforschungPraktisch das ganze Heft Nr. 1 des Archivs für Familiengeschichtsforschung vom März 2001 ist dem Aufsatz "Neues von den Zuckerbäckern aus Graubünden" von Dolf Kaiser gewidmet, der seit Jahrzehnten den Spuren von Bündner Konditoren und Cafetiers in ganz Europa nachgeht und diese sammelt.

Aufgrund von zahlreichem Ergänzungsmaterial und neuen Dokumenten wurde eine 3. Auflage des 1985 erschienenen Buches "Fast ein Volk von Zuckerbäckern" gefordert. Da sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die geographische Karte Europas völlig veränderte, hätte eine Neuauflage einen zu grossen Arbeitsaufwand erfordert. Der Autor entschloss sich eine alphabetische, nach Orten sortierte Liste mit neuen Namen, neuen Städten und neuen Unternehmen zu veröffentlichen. Diese Liste enthält 320 Städte, darunter 140 neue Auswanderungsziele. Das alte Buch enthielt 590 Auswanderungsziele. Unter diesen Zielen finden sich Staaten wie Deutschland, England, Frankreich, Holland, Italien, Jugoslawien, Lettland, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Slowakei, Ukraine und Ungarn. Die alphabetische Bestandesaufnahme nennt die Auswanderungsorte, Name, Herkunft und soweit vorhanden die Geburts-, Heirats- und Todesdaten der Auswanderer sowie einige Hinweise, das Unternehmen betreffend. Von den Geschlechtern à Porta von Ftan, Tester von Luven, Caflisch von Trin, Cloetta von Bergün, Schucan von Zuoz und Curtin von Sils sind zudem Ahnentafeln abgedruckt. Abschliessend findet man alle genannten Auswanderer in einem Personenregister.

In Heft 2/2001 des Archivs für Familiengeschichtsforschung findet sich ein weiterer Artikel zur Neubearbeitung des "Kraichgauer Einwandererbuches" von Kurt Heinzmann.

Der Autor wirft die berechtigte Frage auf, wer als Einwanderer gelten soll. Die Frage der Sesshaftigkeit werde bisher ausser Acht gelassen. Für migrationsgeschichtliche Untersuchungen sei es jedoch interessant, welche und wie viele Schweizer vorübergehend im Kraichgau lebten oder nur auf der Durchwanderung durch einen Personenstandsfall in der Familie in einem Kirchenbuch erfasst wurden. Dies ist vor allem durch ein genaues Studium der Pfarrbücher möglich, wobei untersucht wird, ob Taufen und Heirat in einer Familie nur einmal oder mehrmals vorkommen. Der Autor des Artikels belegt dies mit mehreren Beispielen. Bei der Untersuchung der Müllheimer Kirchenbücher betreffen 98 Taufeinträge nur 13 sesshafte Familien; alle anderen gehören zu durchziehenden Familien. Die Unterscheidung zwischen Einwanderung und Durchwanderung ist dem Autor unverzichtbar.

Im Archiv für Familiengeschichtsforschung, Heft 4/2001 (S. 264 - 275) berichtet Josef Heinzelmann aus Oberwesel zur Genealogie von Jacques Offenbach, wobei er seine neuesten Untersuchungen über die Nachfahren, beginnend bei den Eltern von Jacques Offenbach, dem Komponisten, bekannt gibt. Obschon sich der Autor intensiv mit dem Leben Offenbachs beschäftigt hatte, wagte er sich nur ungern auf das Gebiet der jüdischen Familienforschung. Erst abweichende Detailergebnisse von der heute noch gültigen Biographie Anton Henselers und das Zusammenkommen interessanter Einzelheiten, die ein neues Bild entstehen lassen, bewogen Heinzelmann, diesen Beitrag zu veröffentlichen.
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Bayerischer LandesvereinIn den Blättern des Bayerischen Landesvereins für Familienkunde 64/2001, Seiten 80-82, äussert sich Herr Heribert Reitmeier darüber: "Wie verlässlich sind Altersangaben in Sterbematrikeln". Der auch bei uns durch seine PC-Software Ahnen nicht ganz unbekannte Autor versucht anhand der Matrikel der Pfarrei Gmünd am Tegernsee für zwei Zeitabschnitte (1716-1721 und 1800-1806) die Genauigkeit der Altersangaben zu ermitteln. Zur Auswertung kamen nur eindeutig zugeordnete Paare von Geburts- und Sterbedaten (von Erwachsenen), bei denen der Sterbeeintrag eine Altersangabe enthielt. Was den erfahrenen Familienforscher nicht erstaunen wird, die Differenzen waren teilweise erheblich! Die Ergebnisse werden von Herrn Reitmeier für die beiden Zeitabschnitte sowohl summarisch wie auch in einem Diagramm dargestellt und anschliessend diskutiert.

Im gleichen Heft hat Frau Gertraud K. Eichhorn "Ein Mirakelbuch der Wallfahrtstaette Mariahilf ob Passau“ (1687-1720 incl.) vorgestellt. Dort sind auf Seite 43 und 47 auch zwei Nennungen aus der Schweiz in den Jahren 1709 bzw. 1710 aufgeführt:

(1709) "Casparus Stocker von Sollothurn in der Schweitz" - kam den 17. Julij hier an als Bote und stellvertretender Votant für die "Wohl Edlgebohrne Frau Maria Pessenwalthin, gebohrne von Schwarzach". Diese fand in ihrer Behausung ein grosses Glas voll mit Scheiben-Pulver, begab sich mit diesem zum Feuer in die Kuchel, warf ein paar Körnlein hinein und, als nichts passierte, den ganzen Inhalt des Glases. Darauf erfüllten Knallen, Dunst und Feuer die ganze Kuchel. Auch die Kleider der Frau verbrannten von Kopf bis Fuß. Der ganze Leib war so zugericht, dass kopfgroße "Bladern", eine in der andern, aufstießen. Gleich wurden Medici und Wundärzte berufen, die alle erdenklichen Mittel applizierten. Die Frau wurde ermahnt, sich zum Tode bereit zu machen, denn über 12 Stund könne sie nicht mehr leben. Nach dem sie alle Doctores "abgeschafft", verlobte sie sich aber hierher, da sie von ihrem Eheherrn viel wunderliche Ding über Mariahilf gehört. Nach ihrem Gelübde gelangte sie gleichsam augenblicklich zur Besserung und Genesung. Am dritten Tag darnach schickte sie den oben genannten Boten als Stellvertreter mit einem Attest hierher, der ihr Gelübde in ihrem Namen vollzog - Kirchfahrt, reichliches Opfer für den Stock und für etliche hl. Messen.

(1710) "Die Wohl-Edlgebohrne Frau von Westenwald zu Sollothurn in der Schweiz" - lag mit ihrer ganzen Familie und ihrem Haushalt in Todesgefahr durch das hitzige Fieber, das alle befallen hatte. Nachdem ihr Herr, ihr Sohn und dessen Instruktor samt einem Bedienten an der Krankheit bereits gestorben, verlobte die schwerkranke Frau sich selbst, ihre Dienstmagd und ihre drei noch lebenden Kinder hierher, worauf alle eine "übernatürliche Besserung" verspürten und in Kürze gesund wurden. Dahero die Hausfrau sogleich einen Abgesandten fand, der stellvertretend für die Gesundeten das Gelübde erfüllte. - Kirchfahrt und Opfer.
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ComputercenealogieNach Einstellung der Zeitschrift Computergenealogie im Jahre 1998 ist dieses Magazin für Familienforschung mit der Nr. 1/2001 anfangs April wieder in einem neuen, aparten Gewand auferstanden. In der Zwischenzeit sind die "genealogy.net-CD" und das Buch "Ahnenforschung Online für Dummies" als Ersatz erschienen. Zur Vorankündigung sind die Newsletter 1-3/2001 herausgegeben worden. Das quartalsweise erscheinende Heft soll vor allem denjenigen dienen, die noch keinen Internetzugang haben oder sich nicht die Mühe machen wollen, die Newsletter auszudrucken. Die Zeitschrift kann beim Verlag Genealogie-Service.de GmbH, Mühlenstrasse 12, D-37170 Uslar, für DEM 44,50 abonniert werden.

Das Magazin für Familiengeschichtsforschung Computergenealogie, Heft 3/2001, ist zu einem grossen Teil der Auswanderung gewidmet.

In seinem Artikel "Auswanderungs-Wissenschaft" macht Klaus-Peter Wessel auf die Forschungsstelle "DAUSA" aufmerksam. Wieder einmal mehr zeigt Renate Ell in ihrem Artikel "Inkognito von Irgendwo nach Nirgendwo" im Standardwerk "Germans to America" eine Reihe von Fehlern auf, und im Beitrag "Nur in Bremerhaven" präsentiert Hans-Jürgen Wolf die Deutsche Auswandererdatenbank DAD. Daneben sind noch weitere interessante Artikel wie "Spurensuche als Schulfach" von Wolfgang Pohl, die speziell auf das Internet ausgerichtet sind. Wie für ein Computer-Magazin nicht anders zu erwarten, werden für alle Autoren Links mit den entsprechenden Internet-Adressen angegeben.

In Heft 4/2001 der Computergenealogie wird auf Seite 30 unter Rezensionen "Neu mit viel Altem" die 12. Auflage des Taschenkalenders für Familiengeschichtsforschung kritisch beleuchtet.

Dabei kommt die Neuauflage von W. Ribbe und E. Henning schlecht weg. Unter anderem steht da: Viele Adressen und Angaben zu genealogischer Software sind veraltet. Das Gleiche haben übrigens auch Herren der SGFF kritisiert, die diesen Taschenkalender gekauft haben. Adressen der SGFF und regionaler Gesellschaften mochten ungefähr vor 5 Jahren richtig gewesen sein.
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Familienforschung in MitteldeutschlandIn Heft 1/2001 der Familienforschung in Mitteldeutschland werden Gründung, Werdegang und Tätigkeit des Vereins für Computergenealogie beschrieben. Seit 1998 ist dieser Verein auch Betreuer des deutschen Genealogie Servers http://wiki.genealogy.net, der den SGFF-Mitgliedern mit einem Internet-Anschluss wohl bekannt sein dürfte, da die SGFF-Webseiten und die Mailingliste von diesem Server präsentiert werden. Was der Verein sonst noch zu bieten hat, wie allgemeine Informationsseiten, genealogische Software, Auswanderung, die Aktion Forscherkontakte (FOKO) und das genealogische Ortsverzeichnis (GOV), wird kurz beschrieben. Neuestes Projekt soll eine Online Version von Ortsfamilienbüchern werden.
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GenealogieMit der Auswanderung nach Amerika setzt sich Herr Antonius Holtmann in seinem Artikel "Germans to America im Dreier-Pack: Fallstricke und kein Ende" sehr kritisch auseinander (Genealogie, Hefte 11-12/2000 und 1-2/2001). Er versuchte die Daten der Bände 61–64 von "Germans to America" (GTA) von 1850–1888, die auch als CD-ROM erhältlich sind, und die Auswanderer-Daten-Bank (DTA) miteinander zu vergleichen. Er stellte dabei so viele Fehler, fehlende Daten und Ungereimtheiten fest, dass man sich fragen muss, wie so etwas zu Stande gekommen ist? Eine weitere Autorin, Frau Elisabeth Sroka, die sich in Genealogie, Heft 11-12/2000, zu einem ähnlichen Thema äussert, stellt lakonisch fest, dass die GTA-Bände voller Fehler seien. Herkunftsorte würden selten genannt, Dänen werden zu Deutschen, Frauen zu Männern gemacht, Schiffe werden ausgelassen. Alles in allem als Nachschlagewerk für Familienforschung nicht zu empfehlen. Das Gleiche scheint auch mit Schweizer Auswanderern geschehen zu sein. Schweizer avancierten zu Deutschen, und ein Schiff mit nur Schweizer Bürgern hatte effektiv nur Deutsche an Bord!

Im Heft 5/6, Mai–Juni 2001 Genealogie erschien auf den Seiten 570-578 der Aufsatz "Reichsstädte in der Schweiz" von Hans Braun, den er als Referat anlässlich des 52. Deutschen Genealogentages in Zürich gehalten hatte. In einem ersten grösseren Abschnitt versucht der Autor den Begriff "Reichsstadt" zu definieren und zeigt in einem weiteren Teil die Unterschiede der Entwicklung einiger schweizerischen Reichsstädte. Im letzten Teil seines Aufsatzes schildert der Verfasser die Beziehungen zwischen dem Reichsoberhaupt und den schweizerischen Städten bzw. ihrer Bürger. Er schildert diese Beziehungen anhand konkreter Beispiele.

Im Literaturspiegel des gleichen Heftes rezensiert auf Seite 604 Immer Eberl den Band 1 von "Jahrzeitbücher, Urbare und Rödel Graubündens" von U. Brunhold und I. S. Hippenmeyer. Die Verfasser beschreiben, welche Jahrzeitbücher und welche Verzeichnisse in welcher Gemeinde herausgekommen sind. Die Quellen, die überwiegend dem Zeitraum Mitte des 15. bis Mitte des 17. Jahrhunderts entstammen, geben wertvolle Aufschlüsse zur Geschichte ihrer jeweiligen Gemeinde.

In Heft 9/10 Genealogie vom September/Oktober 2001 setzt Antonius Holtmann seine Kritik an Germans to America, die "Deutsche Auswandererdatenbank" (DAD) fort.

Er stellt fest, dass über einen Zeitraum von 3 Monaten 122 Schiffe mit ca. 25'000 Passagieren fehlen. Daneben werden eine grosse Anzahl Fehler detailliert aufgeführt und diskutiert. Sein Rat: Alle Angaben, die in "Germans to America" enthalten sind, sollten anhand der Originale auf den Mikrofilmen der National Archives, Washington D.C., überprüft werden. Die Mikrofilme der Originallisten der Ankünfte in den USA von 1820 - 1897 befinden sich z.B. auch in Deutschland in der Bibliothek der Universität Oldenburg bei ihrer "Forschungsstelle Deutsche Auswanderer in den USA" (DAUSA), die im Internet über http://www.dausa.de erreicht wird. Eine weitere Möglichkeit seien die Listen der in New York angekommenen Schiffe von 1892–1920 des Auswanderer-Museums in Ellis Island, die ausdruckbar im http://www.ellisislandrecords.org Internet abgerufen werden können. Auch wer keine Angaben findet, sollte die Indizes und die Listen auf den Mikrofilmen durchsehen.

Die literaturbeflissenen Familienforscher finden im Sonderheft 2001/ 2002 der Zeitschrift Genealogie eine kurze Schilderung des Lebens des Dichters E.T.A. Hoffmann mit einer Ahnenliste und einer Stammtafel.

Besonders spannend beschreibt der Verfasser dieses Artikels, Hans-Dietrich Lemmel, wie der sogenannte "tote Punkt" beim Urgrossvater des Dichters überwunden werden konnte. Im Weiteren erzählt der Autor, wie das genealogische Hoffmann-Material in sein Archiv gelangte und warum er sich mit der Hoffmann-Genealogie beschäftigte. So konnte eine Familienchronik entstehen, beginnend mit Peter Hoffmann, geboren um 1480 in Rodach-Rotha, Coburg, der zu den Mitautoren der "Rodacher Glaubensartikel" gehörte, und endend mit dem Dichter E.T.A. Hoffmann, geboren am 24.11.1776 in Königsberg.
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GHGBIm Mitteilungsblatt Nr. 20, Seite 7, der Genealogisch Heraldischen Gesellschaft Bern nimmt Herr Andreas Bucher aus Münsingen BE das Thema "Wilhelm Tell" wieder einmal auf. Er geht dabei von den Forschungen Werner Hugs aus Muttenz aus, der bei den Recherchen in den Roggwiler Kirchenbüchern unverhofft auf einen Taufeintrag eines Wilhelm Tell vom 12. April 1821 gestossen war. Als Eltern wurden ein Wilhelm Tell von Biberstein AG und eine Verena Lantz von Roggwil BE genannt. Im Regio Familienforscher Nr. 3 vom September 1996, S. 42-60, der Genealogisch Heraldischen Gesellschaft der Regio Basel hatte Werner Hug bereits über diesen Zufallsfund und die nachfolgenden Forschungen in Biberstein AG / Küttigen AG über 10 Generationen Tell recht ausführlich berichtet.
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Zu ähnlichen Schlüssen wie Antonius Holtmann kommt Thomas Begerow in seinem Artikel "Forschungsmöglichkeiten zur Übersee-Auswanderung via Internet" im Herold Heft 3, III. Quartal 2001.

Neben den Listen des American Family Immigration History Center auf Ellis Island sieht der Verfasser wertvolle Ergänzungen im derzeitigen Projekt der Bremer Gesellschaft für Familienforschung "Die Maus" und der eindrucksvollen Arbeit des Staatsarchivs Hamburg (Kattunbleiche 8, D-22041 Hamburg). In Hamburg sind im Gegensatz zu Bremen die Passagierlisten aus den Jahren 1850 – 1934 fast komplett erhalten geblieben. Thomas Begerow empfiehlt, dass bei der Suche nach Übersee-Auswanderern immer verschiedene Quellen und Daten zu berücksichtigen seien.

Der Herold, Heft 4/ IV. Quartal. Auf den Seiten 95-102 beschreibt Hubert Olbrich "Biographie auf dem Prüfstand" das Leben des Berliner Akademiedirektors Franz Carl Achard, der seine Wurzeln in der Schweiz besass. Die Familie stammte aus Frankreich und wählte als Hugenotten den Zufluchtsort Genf. Teile der Familie übersiedelten später nach Berlin. Das Problem bei der Biographie dieses vielseitig gebildeten "Vaters des Rübenzuckers" ist einerseits sein ungeklärter Bildungsweg, aber vielmehr, ob und wie oft Achard verheiratet war. Über die Frauen in Achards Leben sind keine Aufzeichnungen bekannt. Zudem weiss man nichts über Achards Beziehungen zu den Müttern seiner ausserehelichen Kinder, die er sämtlich legitimiert hat. Eine Biographie, an der sich der Familienforscher die Zähne ausbeissen kann!
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An die Diskussionen um das neue Schweizerische Namensrecht erinnert uns der kleine Abschnitt: "Welche Arten von Aufzeichnungen führten die Kirchen" im Aufsatz über hugenottische Ahnenforschung in England von Michael Gandy. Heft Nr. 3/2001, Hugenotten. Da steht: "Die Frage nach dem Mädchennamen der Mutter ist bedeutsam, kann jedoch auch Konfusion verursachen. Französische Frauen benutzten ihre Ehenamen im Alltagsleben, wurden aber für alle offiziellen Zwecke mit ihrem Mädchennamen benannt. D.h. Jean Dubois und Judith Roger, seine Frau. Es ist daher nicht immer deutlich, ob eine Frau ihren Ehe- oder ihren Mädchenamen verwendet. So kommt die strenge Regel der englischen Genealogie – nach der Hochzeit benutzt die Frau immer ihren Ehenamen – nicht zur Anwendung.“ (17. Jh.).

Im gleichen Heft Hugenotten 3/2001 wird auf Seite 6 des eingehefteten Kataloges für das Buch "Die Ausweisung der Protestanten aus dem Fürstentum Orange 1703-1713" des Schweizers Fred W. Felix geworben, einer Publikation der Schweizerischen Gesellschaft für Hugenottengeschichte. Von besonderem Interesse für den schweizerischen Familienforscher sind die in dem Buch enthaltenen Namenlisten der Orangeois, die aus Basel ausgereist sind, sowie derjenigen, welche im Juli 1704 in den evangelischen Kantonen und in Genf zurückgeblieben sind.
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In Ostdeutsche Familienkunde, Heft 3, 2001 setzt sich Arnold Radtke mit dem Problem auseinander "Warum starben früher so viele Säuglinge?"

Tatsache sei, dass in Deutschland (vermutlich auch in der Schweiz) die Säuglingssterblichkeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts recht hoch war. Durchschnittlich starben 40 % der Neugeborenen im 1. Lebensjahr. Noch um 1900 waren es 23 %, und erst im vergangenen Jahrhundert sank der Wert allmählich auf heute 0,5 %. In den Sterberegistern finden sich Todesursachen, deren Begriffe für uns heute unverständlich sind. Die Angaben stammten meist nicht von Ärzten, da die ländliche Bevölkerung ihrer erprobten Volksmedizin und den örtlichen Heilern vertraute. Einen Arzt aus der Stadt zog man vielleicht hinzu, wenn der Familienvater bedrohlich erkrankte, aber kaum zu Kindern und schon gar nicht zu Säuglingen.

In den Kirchenregistern werden die Todesursachen meist als "Gichtern" oder "Auszehrung" bezeichnet, Krankheitsbezeichnungen, die einem Mediziner unserer Tage unbekannt sind. Nur in wenigen Fällen wurden Infektionskrankheiten wie Ruhr, Masern, Pocken oder Keuchhusten angegeben. Wir verdanken es einigen wenigen Ärzten des 18. Jahrhunderts, die ihre Beobachtungen und die Symptome von 76543 kranken Kindern niedergeschrieben hatten, sodass man nun erahnen kann, an welchen Ursachen diese Kinder gestorben sind. Man weiss heute, dass es bei "Gichtern" die Folgen eines Milchnährschadens waren, durch Verfüttern reiner bzw. unzureichend verdünnter Kuhmilch. Die "Auszehrung" entstand infolge ausschliesslichen oder überwiegenden Fütterns mit Mehlbreien.

Abschliessend wird in einem Diagramm der Rückgang der Säuglingssterblichkeit in Deutschland von 1880 - 1995 graphisch dargestellt.
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Pfälzisch-Rheinische FamiienkundeÜber Familienforschung und Medizin äussern sich Lutz und Dietmar Freudenberg in der Pfälzisch-Rheinischen Familienkunde, Heft 9, Band 14, 2001. In diesem Beitrag geht es vor allem um Todesursachen, wie sie in Kirchenbüchern beschrieben werden. Krankheitsbezeichnungen wie die Kribbelkrankheit (Mutterkornvergiftung) oder Pfneche (Engbrüstigkeit) sind den heutigen Medizinern keine Begriffe mehr. Die Autoren versuchen, einerseits von der medizinischen Terminologie her, andrerseits mit der Humoralpathologie eine Beantwortung dieser Fragen zu finden. Einige Krankheiten aus dem Mittelalter, unter Erwähnung der damals üblichen Bezeichnungen, werden herausgegriffen und ihre Verbreitung medizingeschichtlich kurz erläutert. Hauptursachen waren Infektionskrankheiten wie Lepra, Pocken, Masern und grippale Affekte, dann aber vor allem die Pest, die sehr hohe Opfer forderte.

In der Pfälzisch-Rheinischen Familienkunde findet man immer wieder Nachrichten von Schweizer Auswanderern, wie zum Beispiel im Band 14, Heft 10 auf Seite 536 "Zur Herkunft des Schweizers Ulli Jaggi". In diesem Beitrag versucht der Autor Günter Stopka die Herkunft von Ulrich Jaqui auf dem Faunershof, von Ulrich Jaque in Bergzabern und von Ulrich Jaggi von Bunschen nachzuweisen. Durch zwei Zufallsfunde und eine akribische Sucharbeit gelang es ihm, deren Herkunft eindeutig zu bestimmen. Alle drei "Jaggis" stammen aus dem Simmental BE, wobei die beiden ersten Cousins waren. Ulrich Jaquis und Ulrich Jaques Grossvater war Marti Jaggi von Gsteig BE. Mehr Mühe bereitete die Suche nach den Vorfahren von Ulrich Jaggi, da der Pfarrer in Rumbach die Herkunft Bunschen, einer Filialgemeinde von Oberwil BE im Simmental, in "Ruschen" verfälscht hatte. Die vielen Anmerkungen und Quellenangaben sollten ein Nachvollziehen der Forschungsarbeiten ohne weiteres ermöglichen.

Im gleichen Heft finden wir den auf Seite 540 von Heinz R. Wittner eingesandten Gelegenheitsfund: Heirat 1650, 18. August, Herr Wilhelm Henni von Bern, derzeit kurpfälzischer Oberschultheiss in Schriesheim (Bergstrasse), Sohn des verstorbenen Herrn Abraham Henni, Rat der Stadt Bern, mit Frau Anna Schüss, Tochter des verstorbenen Herrn Johannes Schüss, Statthalter und Bannerherr in Herisau AR und seiner Frau Anna Tanner.

Trudel Höh-Roschy hat in der Pfälzisch-Rheinischen Familienkunde, Heft Nr. 11, 2001 ihre Erfahrungen mit den Bevölkerungsverzeichnissen des Kantons Thurgau in ihrem Artikel "Thurgauer Auswanderer in die Pfalz" wiedergegeben.

Sie suchte im Thurgauer Staatsarchiv in Frauenfeld Hinweise auf die Auswanderungen in die Pfalz. Die Qualität der Eintragungen würden von Pfarrer zu Pfarrer variieren. Während manche Pfarrer exakte Angaben machen würden, finde man im Verzeichnis für die Pfarrei Wigoltingen TG nur den Hinweis auf das Zielgebiet Pfalz. Im Artikel werden 12 Gemeinden mit den Auswanderern aufgezählt.
Der erfahrene Familienforscher könnte vermutlich auch von anderen Kantonen Ähnliches vorbringen!
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Schürch.GeschichtenSchürch-Geschichten, 21. Jg., Heft Nr. 38. Vorbildlich präsentiert sich einmal mehr diese Familienzeitschrift der Namensträger Schürch. Neben einer Orientierung über das Vereinsgeschehen, allgemeinen und regionalen Mitteilungen, Gratulationen und Mutationen wird von unserem langjährigen Mitglied Lotti Schürch ein weiterer Familienzweig, die Wolfisberg-Linie vorgestellt. Nach einer geschichtlichen und geographischen Einführung in das Bipperamt und das darin eingebettete Wolfisberg wird die Stammtafel der Wolfisberg-Linie über 13 Generationen dargestellt. Anschliessend werden die Wolfisberger Schürch mit kurzen Familiengeschichten skizziert, wobei sich die Autorin entschuldigt, dass diejenigen der älteren Generationen etwas spärlich ausgefallen seien.

Dem Heft beigelegt werden die neuesten Statuten der Gesellschaft und ein Mitgliederverzeichnis.
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MaajanIm Heft 59 der Zeitschrift für Jüdische Familienforschung versucht auf Seite 1808 unser Mitglied, Herr R. Krähenbühl, in einem Leserbrief für die Veröffentlichung von Daten lebender Personen eine Lösung anzubieten. Herr Krähenbühl unterscheidet zwischen Personendaten, welche die Integrität einer Person nicht verletzen und Intimdaten. Er verpflichtet sich dazu, nur diejenigen Personendaten zu veröffentlichen, für die er dazu ermächtigt wurde. Bei den Linien, die dies nicht ausdrücklich gutheissen, wird der Vermerk "Linie blühend" eingesetzt.
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Wie die Familienforschung das gängige Geschichtsbild in Frage stellen kann, zeigt der Artikel “Ein Mecklenburger erfand das Auto – nicht Daimler & Benz“ von Herrn Dr. Peter Clemens in der Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde, Heft 1, 1. Quartal 2001. Bei seiner Familienforschung stiess der Autor auf einen Vetter dritten Grades, namens Siegfried Marcus. Über diesen Siegfried Marcus, einen genialen Erfinder, war einiges bekannt und vieles publiziert worden. Er eröffnete 1860 eine Fabrik mechanischer und physikalischer Instrumente. Unter seinen 180 Erfindungen wurden immerhin 158 patentiert. Bereits 1864/65 baute er seinen ersten Wagen mit Zweitaktmotor, etwas später (1875) einen Wagen mit Viertakt-Benzin-Motor mit magnet-elektrischer Zündung. Weshalb werden aber Daimler und Benz als Erfinder des Automobils (1883) genannt? Grund dafür war die jüdische Abstammung von Siegfried Marcus, was die nationalsozialistische Regierung 1936 veranlasste, die "Marcus"-Erfindung aus allen Quellen (wie z.B. dem Brockhaus) auszumerzen und wichtige Unterlagen aus Museen und Sammlungen zu entfernen. Dies belegen Dokumente aus dem "Reichsministerium" und dem "Reichsverband der Automobilindustrie" deutlich. Erstaunlich jedoch ist, dass das damalige Geschichtsbild auch heute noch nicht korrigiert worden ist.

In der Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde, Heft 3, 2001 sind zwei kurze Artikel zu finden, die auch den Schweizer Familienforscher interessieren könnten:
Neue Gebühren der Standesämter (ab 01.08.2001)
• Ausstellung einer Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunde DEM 14,00 /EUR 7,00
• Beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch DEM 16,00/ EUR 8,00
• Suchgebühren DEM 34,00–100,00/EUR 17,00–55,00
Zum Vergleich in der Schweiz:
• Geburts-, Ehe- und Todesschein je CHF 25,00
• Bescheinigungen und Bestätigungen CHF 30,00
• Vollständige Abschrift eines Familienregisterblattes CHF 40,00
Lohnt sich die Erstellung von Ortssippenbüchern noch? Die Verfasserin dieses Artikels, Erika Friedrichs, stellt sich diese Frage nach dem Erstellen mehrerer Ortssippenbücher.

Einerseits sei in vielen Gemeinden, bei denen die Neuzuzüger und Ausländer in der Mehrzahl seien, das Interesse nicht sehr gross, ja verschwindend klein. Andrerseits hatte die Schreiberin offenbar auch Schwierigkeiten in manchen Pfarrämtern bei der Einsicht in die Kirchenbücher, wobei teilweise Gebühren von DEM 12,50 pro halben Tag verlangt wurden. Ihr Fazit: Der mühsame tagelange, freiwillige Einsatz wird zu wenig beachtet und geschätzt.

Zeitschrift für Niederdeutsche Familienkunde, Heft 4/ 4.Quartal 2001 und Heft 1/ 1.Quartal 2002. In unserem Bulletin Nr. 68 habe ich den in der gleichen Zeitschrift Heft 3/ 3. Quartal 2001 sehr kritischen Artikel von Frau Erika Friedrichs, "Lohnt sich die Erstellung von Ortssippenbüchern noch" erwähnt. In Heft 4, Seite 359 antwortet ihr der Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Genealogischer Verbände (DAGV), Herr Dr. Hermann Metzke. Er ist der Ansicht, dass das Erarbeiten von Ortsfamilienbüchern nach wie vor wichtig sei. Er bestätigt den hohen Aufwand und das finanzielle Risiko einer gedruckten Auflage und gibt Ratschläge wie dieses vermindert werden kann. Abschliessend betont er aber, dass Forscher einen wichtigen Dienst an der Allgemeinheit leisten, die ehrenamtlich Ortsfamilienbücher (OFB) erarbeiten oder ortsgeschichtliche Quellen herausgeben würden.

Herr Klaus Wessel macht dann in Heft 4 auf Seite 422 auf die "Online OFB’s" aufmerksam. Er betont, dass Internet-Datenbanken extrem kostengünstig sind und dass der Verein für Computergenealogie den genealogischen Gesellschaften die notwendige Infrastruktur auf seinem Internet-Server zur Verfügung stelle. Er macht darauf aufmerksam, dass ein "Online-OFB" täglich geändert und aktualisiert werden kann, sodass man bereits mit einem Teildatenbestand beginnen und diesen ausbauen könne.
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ZivilstandswesenMartin Jäger, vom Eidgenössischen Amt für das Zivilstandswesen, informiert in der Zeitschrift für Zivilstandswesen Nr. 10, 2001 in seinem Artikel "Neufestsetzung der Einführungszeit Infostar", dass die Projektleitung Infostar dem Projektausschuss beantragt, die Einführung um ein Jahr zu verschieben und zusätzliche Kosten von CHF 1'500'000 zu genehmigen. Eine umfassende Nachführung der Planung ergab, dass für die Realisierung mit einem beträchtlichen Mehraufwand gerechnet werden muss, da sich die Umstellung der Familienregister zum personenbezogenen Zivilstandsregister wesentlich komplexer erwies als ursprünglich angenommen.

In der gleichen Zeitschrift Nr. 12, 2001 wird auf Seite 423 orientiert, dass die für das Projekt "Infostar" gebildete Arbeitsgruppe "Archivierung", in der auch die SGFF vertreten ist, eine übergangsrechtliche Regelung zur Sicherstellung der konventionell geführten Register erarbeite. Trotz mehrmaligen Hinweisen auf verschiedene kritische Aufsätze namhafter Wirtschaftsjournalisten konnte eine rein elektronische Archivierung der Infostar-Register durch die SGFF nicht verhindert werden.
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